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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 471: Kuchen, wiesbadener Kuchen
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einem Stücklein Zucker und einem halben Schoppen (Leipziger Viertel) Wein ein
wenig aufkochen, sie wieder kalt werden lassen und dann in den Kuchen füllen.
Wiesbadener Kuchen
Ein halbes Pfund Mehl wird auf ein Backbrett genommen, ein Ring darein gemacht,
ein Viertelpfund Butter darein geschnitten, ein Ei nebst ein wenig Salz und ein
paar Eßlöffeln voll süßem Rahm dazu getan, dies zu einem Teig
untereinander gemacht, derselbe einmal überschlagen, ein Kuchen daraus gewallt,
ein Rand darum gemacht, in 6 Loth Butter 4 Eßlöffel Mehl wie zu einer
gebrannten Suppe braun geröstet, dasselbe ein wenig abgekühlt, und über
den ausgewallten Kuchen gestrichen, ein Viertelpfund gestoßener Zucker mit
einem halben Loth gestoßenem Zimt vermengt, und über das Mehl auf den
Kuchen gestreut, daß es eine dicke Kruste gibt, dann der Kuchen im Ofen gelb
gebacken.
Zimtkuchen
In ein Blech von mittlerer Größe legt man einen dünn ausgewallten
Butterteig, nimmt anderthalb Viertelpfund geschälte und grob gestoßene
Mandeln, eben so viel gestoßenen Zucker und ein halbes Loth Zimt in eine Schüssel,
rührt dies mit 10 Eßlöffeln voll gutem Rahm an, und breitet die
Masse über den Kuchen aus. Ehe er in den Ofen kommt, wird er mit einem Messer
gestupft, gelb aber langsam gebacken, doch so, daß er auch nicht ausdörrt.
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