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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 476: Hefebäckerei, Anisbrot mit Hefen
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die klein geschnittenen Schalen von einer Zitrone, 4 Eier und das übrige guten
alten Wein daran, schafft dies zusammen, läßt den Teig wieder gehen,
nimmt ihn auf ein Brett, würgt ihn so lange, bis Fenchel und Anis anfangen
herauszufallen, macht 3 bis 4 lange Laiblein daraus, und legt solche auf ein mit
Mehl bestreutes Blech. Wenn sie noch einmal gegangen sind, macht man einen Riß der
Länge nach mit dem Messerrücken darein, und backt sie in frischer Hitze.
Sie müssen über Nacht liegen bleiben, dann werden sie zu Schnitten geschnitten
und geröstet.
Anisbrot mit Hefen
Drei Pfund schönes Mehl tut man in eine Schüssel, in das innere Mehl 3
bis 4 Eßlöffel Bierhefen, rührt mit einem Schoppen warmer Milch
einen Teig an, laßt ihn gehen, verliest für 1 Kreutzer Anis und für
1 Kreutzer Fenchel, und schneidet die Schale von einer Zitrone grob. Sobald der
Teig reif ist, rührt man dies nebst einem halben Pfund gesiebtem Zucker darein,
schlägt 6 Eier daran, nimmt noch laue Milch und einige Korianderkerne dazu,
und läßt ihn wieder gehen, würgt dann den Teig so lange auf einem
Brett, bis Fenchel und Koriander herausfallen, bestreut 2 Bleche mit Mehl, macht
4 lange Laiblein aus dem Teig, läßt sie auf dem Blech noch einmal gehen,
macht mit dem Messerrücken Risse darein, und backt sie gleich in frischer Hitze,
läßt sie kalt werden, schneidet sie zu Schnitten, und röstet sie
wieder im Ofen.
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