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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 468: Kuchen, Trauben-Kuchen
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der Kuchen mit dem Backrädlein rings herum gerädelt, mit einem Messer
in der Mitte gestupft, im Ofen halb gebacken, hierauf ein halbes Viertelpfund Zuckerkandel
(Kandiszucker) bei der Wärme gebröckelt, ein Stücklein Zitronat wie
Zwiebeln und ein wenig Zitronenschale so klein wie Kümmel geschnitten, dies
alles über den halbgebackenen Kuchen gestreut, und derselbe, wenn er zuvor
mit einem Butterpinsel überfahren ist, damit das Geschnittene sich besser darauf
hält, voll im Backofen fertig gemacht.
Trauben-Kuchen
Man reibt die Rinde von einem altgebackenen Weck ab, schneidet das Innere zu zarten
Schnitten, gießt einen halben Schoppen siedende Milch darüber, tut 6
Loth geschälte und fein gestoßene Mandeln, 2 Eßlöffel voll
Semmelmehl und einen Eßlöffel Weißmehl an den abgebrühten
Weck, 6 Loth gestoßenen Zucker, ein Quint Zimt, einen Eßlöffel
Rosenwasser dazu, und rührt dies alles zusammen mit 6 Eiern eine Viertelstunde.
Hat man keine metallene Kachel, so nimmt man eine kleine schickliche eiserne Pfanne
dazu, macht ein Viertelpfund Schmalz darin heiß, legt ein geschnittenes weißes
Papier darein, tut in die gerührte Masse 2 bis 3 Hände voll abgezupfte
Traubenbeeren, füllt sie gleich ein, setzt einen Deckel mit Kohlen darüber,
gibt unten auch ein wenig Kohlen, und backt den Kuchen langsam. Sobald derselbe
fertig ist, wird er auf eine Platte gestürzt, das Papier weggenommen, und der
Kuchen mit Zucker und Zimt überstreut.
Anmerkung. Im Winter kann man auch
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