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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 470: Kuchen, Wienerkuchen
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Semmelmehl bestreutes Blech, backt sie langsam im Ofen, und überstreut vor
dem Auftragen den Kuchen mit Zucker und Zimt.
Anmerkung. Das Blech kann auch mit Butterteig belegt, und die Masse darauf gefüllt
werden.
Zu einem Wienerkuchen
rührt man ein halbes Pfund Butter leicht, schlägt 2 ganze Eier und von
5 anderen das Gelbe darein, nimmt 3 Viertelpfund (24 Loth) schönes Mehl, 2
Eßlöffel voll gute Hefen, 6 Eßlöffel süßen Rahm
und ein paar Eßlöffel voll Zucker dazu, macht dies zu einem Teig, und
schlägt ihn, bis er sich von der Schüssel schält, dann läßt
man ihn gehen, schneidet 4 Loth Zitronat, die Schalen von 2 Zitronen und ein halbes
Viertelpfund geschälte Mandeln ganz fein länglich, nimmt die Hälfte
von dem gegangenen Teig auf ein Brett, bestreicht ein rundes Potageblech oder einen
Bogen Papier mit Butter, bestreut es mit gestoßenem Zucker und Semmelmehl,
legt den Teig darauf, breitet ihn mit der Hand rund aus, bestreut ihn mit Zucker
und Zimt, das Geschnittene darüber, macht von dem übrigen Teig ein Gitter,
das aber nicht gewallt, sondern nur in die Rundung gewerkelt und weit darüber
auseinander gelegt sein darf. Dann schlägt man von dem unteren Teig herauf,
wie bei einem eingeschlagenen Kuchen, läßt ihn gehen, bestreicht ihn
mit einem verrührten Ei, backt ihn in schneller Hitze, und überstreut
ihn nach diesem mit Zucker und Zimt.
Statt dieser Füllung kann Man auch ein Viertelpfund große und eben so
viele kleine Rosinen mit
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