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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 7: Suppen, verlorene Eier-Suppe
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Zu einer verlorenen Eier-Suppe
schneidet man ein Weißbrot oder einen Kreutzerweck zu ganz kleinen Bröckelein,
verrührt alsdann 6 bis 7 Eier in einer Schüssel, läßt einen
völligen halben Vierling (4 Loth) Butter daran vergehen, tut Salz, Muskatnuß,
dann das geschnittene Weißbrot oder Weck darein, etwas fein geschnittenen
Schnittlauch oder Petersilie darunter. Hierauf wird ein starker Löffel voll
Fleischbrühe in eine Kastrol, oder wenn man keine hat, in einen Stollhasen
oder Kachel getan, das Angerührte darein geschüttet, und ein Deckel mit
Kohlen daraufgesetzt, unten aber darf nur heiße Asche sein. Wenn es fertig
ist, wird es zu dünnen Schnitten ausgestochen, und in heiße Fleischbrühe
getan, man kann die Suppe darin kochen lassen oder nicht. Wenn sie angerichtet wird,
verrührt man das Gelbe von ein paar Eiern mit etlichen Löffeln voll süßem
Rahm, und tut es daran.
Weiße und braune Eier-Gerste
Man läßt ein etwas großes Stücklein Butter vergehen und 2
starke Kochlöffel Mehl darin anziehen, tut ungefähr eine Maß gute
Fleischbrühe, klein geschnittene Petersilie und Muskatblüte dazu, verrührt
5 bis 6 Eier wohl in einem Topf oder Hafen, und gießt die gekochte Suppe nach
und nach darein. Damit sie nicht gerinnt, läßt man sie nur noch ein wenig
anziehen. Die braune Eiergerste wird eben so gemacht, nur muß man das Mehl
braun rösten, aber ja in keiner messingnen Pfanne, es muß auch eben keine
Fleischbrühe dabei sein, wie bei der weißen, sondern man kann statt derselben
Wasser nehmen.
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