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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 4: Suppen, Suppe von Brockelerbsen
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Muskatblüte an, macht ganz kleine, runde Knöpflein daraus, und backt sie
im Schmalz gelb.
Suppe von Brockelerbsen
Drei Hände voll Brockelerbsen nebst geschnittener Petersilie dämpft man
in einem Stücklein Butter, gießt Fleischbrühe daran, und läßt
sie so lange kochen, bis sie weich sind; hierauf werden sie durch einen Seiher getrieben,
mit einem Schoppen süßem Rahm und ein wenig Muskatblüte in eine
Kastrol oder Kachel getan, und bis zum Anrichten auf heißer Asche erhalten.
Ein Weißbrot oder einen Kreutzerweck schneidet man gewürfelt, röstet
es im Schmalz, zieht das Gelbe von 3 Eiern mit der Suppe ab, und richtet sie über
das geröstete Brot an. Werden aber noch so viel Brockelerbsen und 3 Eigelb
mehr genommen, so ist kein Brot dazu nötig. Auch können statt des Brots
ganze zuvor gedämpfte und in Fleischbrühe weichgekochte Erbsen dazu genommen
werden.
Suppe von Brunnenkresse
Man nimmt für jede Person eine Hand voll junge Brunnenkresse, wäscht sie
sauber, hackt sie so fein als möglich, dämpft sie in einem ziemlichen
Stück Butter langsam auf Kohlen, gießt auf jede Handvoll einen halben
Schoppen (Viertel) Wein und eben so viel Wasser daran, nimmt Zucker, Muskatblüte
und nur wenig Salz dazu, und laßt es zusammen durchkochen. Hierauf röstet
man gewürfelt geschnittene Semmel oder Weck in Butter, läßt das
Fett rein davon ablaufen, nimmt ihn in eine Suppenschüssel, zieht
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