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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 87: Gemüse, Spargel
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gebrüht ist, wird er wie ein anderes grünes Gemüse ausgedrückt
und verschnitten. Hierauf tut man nicht gar ein Viertelpfund Butter in eine Kachel,
läßt einen starken Kochlöffel voll Mehl darin anziehen, dämpft
eine kleine fein geschnittene Zwiebel darin, tut den geschnittenen Kohl dazu, kehrt
ihn etlichemal um, dann wird gute Fleischbrühe, Salz, Muskaten daran getan,
und bis zum Anrichten gekocht. Darauf werden Ripplein, grüne, dürre Zungen
oder Würste gegeben.
Spargel auf gewöhnliche Art
Wenn die Spargel abgeschabt und abgeschnitten sind, so bindet man von den dicken
10 bis 12 Stücke, von den dünnen aber eine starke Hand voll zusammen in
Büschelein, macht in einer messingnen Pfanne Wasser siedend, tut eine starke
Hand voll Salz nebst den Spargel darein, und siedet sie, bis sie weich sind, nur
dürfen sie nicht zu weich werden, daß die Köpfe nicht abfallen.
Von dem siedenden Wasser wird hierauf etwas ab- und kaltes daran gegossen, daß man
sie mit der Hand herausnehmen, und auf ein Brett zum Ablaufen legen kann. Auf die
Platte, worauf sie angerichtet werden, schneidet man kleine Stücklein Butter,
streut klein gehackte Petersilie darauf, einen Eßlöffel voll Mutschelmehl
darüber, tut Muskatblüte dazu, legt dann die Spargel in der Ordnung darauf,
welche aber, wie gemeldet, nicht zu weich sein dürfen, gießt gute Fleischbrühe
darüber, und läßt sie auf der Kohlpfanne kochen, bis sie vollends
weich sind, und die Sauce dicklich ist. Auf diese Spargel werden verlorene Eier
gesetzt, zu deren Verfertigung bereits bei dem Spinat S. 78. Anleitung gegeben worden
ist.
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