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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 83: Gemüse, Laubfrösche
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heraussticht, daß man das Gelbe davon bekommt, wird eben so wie der Ackersalat
gekocht. Kocht man verschnittene Stücklein von Tauben oder Kalbfleisch zuvor
in der Sauce, so wird sie desto besser.
Laubfrösche
Man legt breite gewaschene Spinatblätter zusammen in eine Gleichheit, daß die
Stiele beisammen sind, tut solche in eine Schüssel, eine Hand voll Salz darüber,
brüht sie Mit kochendem Wasser ab, und deckt sie zu. Alsdann wird ein Stücklein übriggelassener
Braten, eine Zwiebel und ein wenig Petersilie gehackt, nach dem Hacken in einen
Mörser genommen und fein gestoßen, hierauf drückt man ein zuvor
im Wasser eingeweichtes Weißbrot oder Kreutzerweck fest aus, rührt das
gestoßene Fleisch nebst dem Weck mit 4 bis 5 Eiern an, tut Salz, Muskaten
darein, nimmt die Blätter aus dem Wasser, flößt sie mit kaltem Wasser
ab, drückt sie ein wenig durch die flache Hand, legt die Blätter auseinander,
schneidet die Stiele ab, macht kleine Würstlein, bestreicht eine Kastrol oder
Kachel mit Butter, legt die Würstlein dicht zusammen, gießt ein paar
Schöpflöffel voll Fleischbrühe darüber, und setzt sie auf Kohlen.
Vor dem Anrichten röstet man einen kleinen Kochlöffel Mehl lichtgelb in
Butter, tut ihn in die Sauce der Laubfrösche, und ein wenig Muskatnuß darein.
Sie werden meistens ohne Beilage gegeben. Wenn das Mehl daran ist, wird das Geschirr
nur zuweilen gerüttelt, aber nicht darin gerührt.
Andere Art
Zwei Weißbrote oder Kreutzerwecken werden
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