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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 499: Schmalzbäckerei, Reis-Schnitten
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Reis-Schnitten
Ein halbes Pfund verlesenen und gewaschenen Reis brüht man mit siedendem Wasser
ab, stößt ein Viertelpfund Mandeln fein, kocht diese mit einer halben
Maß Milch, preßt sie durch ein Tuch, gießt das Wasser von dem
Reis ab, die durchgepreßte Milch daran, kocht den Reis auf Kohlen ganz dick
ein, rührt 3 bis 4 Eier nebst etwas Zucker und Zimt daran, doch daß die
Masse dick bleibt, schüttet sie nun auf eine Zinnplatte, läßt sie
ein wenig erkalten, schneidet alsdann 2 Finger breite Schnitten daraus, kehrt sie
in weißem Mehl um, und backt sie in heißem Schmalz gelb. Sie können
trocken oder in einer süßen Sauce gegeben werden.
Gebrühter Teig
Man macht einen Schoppen Milch in einer Pfanne siedend, rührt über dem
Feuer so viel feines Mehl darein, bis es ein ganz fester Teig ist, setzt die Pfanne
vom Feuer weg, schafft den Teig ganz glatt, und eines Eies groß frische Butter
darein, daß sich der Teig von der Pfanne losschält, nimmt denselben in
eine Schüssel, läßt ihn abkühlen, schafft dann ein Ei um das
andere darein, wie man ihn in der Dicke haben will. Ist er zu gebrühten Küchlein,
so muß er so dick wie ein Spatzenteig sein, zu Strauben (Straubenzen) aber
so, daß er durch einen Trichter läuft. In der letzteren Dicke des Teiges
können Kalbsfüße, Holder-, Salbei-, Weck- oder Weißbrotschnitten,
auch die Groß-Eier eingetunkt und gebacken werden.
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