|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 500: Schmalzbäckerei, Hobelspäne
|
|
| |
Groß-Eier
So viele man machen will, so viele Eier werden hart gesotten, geschält, in
dem vorgemeldeten gebrühten Teig umgekehrt, im Schmalz gelb gebacken, wieder
in dem Teig umgekehrt, wieder gelb gebacken, und so 3 bis 4 Mal. Sie können
mit einer süßen Sauce gegeben werden. Kirsch-, Hägen- und Rosinensaucen
sind die besten dazu. Drei Großeier geben eine schöne Platte.
Hobelspäne
Von 2 Eiern, einer Nuß groß Butter, Mehl und ein wenig Salz würgt
man einen Teig, und wallt 3 bis 4 Kuchen daraus. Sobald diese ein wenig abgetrocknet
sind, werden mit dem Backrädlein durchaus 2 Finger breite Striche davon geschnitten,
in Schmalz lichtgelb gebacken, und nachher stark mit Zucker bestreut.
Schneeballen
Hierzu nimmt man 4 Eier, 4 Eßlöffel süße Milch, eines Eies
groß Butter, ein wenig Salz und Mehl, würgt den Teig, und wallt kleine
Kuchen in der Größe eines Tellerbodens daraus. Wenn sie alle gleich rund
gewallt sind, schneidet man mit dem Backrädlein durch jeden Kuchen Fingers
breite Striche, aber nicht ganz durchaus, macht in einer kleinen Pfanne, welche
nicht größer sein darf, als daß der Schneeballen Platz darin hat,
Schmalz heiß, faßt mit dem Kochlöffelstiel den einen durchgeschnittenen
Riemen, läßt den anderen liegen, faßt den dritten
|
|
|
|
|