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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 22: Suppen, Maulbeer-Suppe
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(geschält) und klein gestoßen, ein Stücklein Milchbrot in süßem
Rahm eingeweicht, und alsdann ausgedrückt. Beides rührt man nun mit einem
Stücklein Butter und etlichen Eigelb an, tut ein wenig Salz und Muskatblüte
darein, macht von einem halben Kreutzerweck dünne Schnitten, zuvor aber reiht
man das Harte außen davon ab, überstreicht sie fingerdick mit dem angerührten
Teig, bestreicht eine Kastrol wohl mit Butter, legt die Schnitten darein, bestreicht
solche noch mit etwas Butter, streut ein wenig Semmel- oder Mutschelmehl darüber,
backt sie gelb im Backofen, nimmt gute Fleischbrühe mit Wurzeln, Rahm und 4
Eigelb abgezogen, und tut die Schnitten darein.
Maulbeer-Suppe
Wenn die Beeren mit Zucker weich gesotten und durch ein Haarsieb getrieben sind,
nimmt man 5 Eßlöffel voll von dem durchgepreßten Saft, gießt
ein völliges halbes Maas (1/2 Quart) weißen Wein, nebst dem Saft von
einer halben Zitrone dazu, läßt es zusammen sieden, röstet ein wenig
Mehl daran, daß sie säumig wird, tut nach Belieben Zucker dazu, richtet
sie über gebähte (geröstete) Semmel, oder Weckschnitten an, und bestreut
sie mit Zimt. In Ermangelung frischer Maulbeeren kann diese Suppe von eingemachtem
Maulbeersaft gemacht werden.
Süße Milchsuppe
Zu 5 Schoppen süßer Milch nimmt man ein Stücklein Zimt, etliche
Zitronen-Schelfen und Zucker, bis es süß genug ist, läßt alles
in
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