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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 24: Suppen, Nieren-Suppe
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Muskatnuß daran, und läßt sie mit noch etwas Fleischbrühe
aufkochen. Alsdann röstet man etwas gewürfelt geschnittenes Roggenbrot
in Butter, schneidet einige gebratene Bratwürste in Scheiben, und richtet die
Suppe über das Brot und die Würste an.
Nieren-Suppe
Hat man übriggelassenen Kalbsnieren, er mag nun gesotten oder gebraten sein,
so wird er mit einer Handvoll gewaschener Petersilie fein gehackt, ein Kochlöffel
voll Mehl in einem Stücklein Butter lichtgelb geröstet, das Gehackte ein
wenig darin gedämpft, und mit guter Fleischbrühe aufgefüllt. Ehe
sie über geröstete Weckschnitten angerichtet wird, verrührt man das
Gelbe von 3 Eiern mit 2 Eßlöffeln voll süßem Rahm, gießt
die Nieren-Suppe langsam an die Eier, richtet sie nun, ohne sie wieder an's Feuer
zu setzen, über die Schnitten an, und streut etwas Muskaten darüber.
Zu einer Nudelsuppe
macht man einen festen Nudelteig von 2 ganzen Eiern und dem Gelben von 2 anderen,
wallt ihn ganz dünn aus, schneidet die Nudeln recht fein, siedet sie in guter
Fleisch- oder Hühnerbrühe, und tut Muskatnuß oder Blüte daran;
vor dem Anrichten kann man noch etliche Eigelb daran verkleppern.
Von eben diesem Teig werden auch die Blättleins-Suppen gemacht, zuerst fingerbreite
Nudeln, und dann überzwerche Blättlein daraus geschnitten.
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