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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 112: Gemüse, Krebs-Struckeln
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Krebs-Struckeln
Ein Viertel- oder halbes Pfund Mehl wird auf ein Brett genommen, und mit dem allerdicksten
saurem Rahm und ein wenig Salz zu einem Teig angemacht. Dann werden Kuchen wie kleine
Flädlein davon ausgewallt, anderthalb Viertel (38) Krebse gesotten, die Schwänze
und Scheren davon geschalt, und in einem Stücklein Butter gedampft, 6 Eier
auf den Kohlen verrührt, bis sie hart sind, hierauf hackt man die Krebsschwänze
und die Eier klein, stößt die Krebsschalen, dämpft sie in anderthalb
Viertelpfund Butter, und gießt eine halbe Maß siebende Milch daran.
Wenn es ein wenig gekocht hat, preßt man's durch ein Tuch, hebt die Butter
davon ab, läßt es ein wenig erkalten, rührt das Gehackte hierauf
mit 3 Eigelb, Muskatblüte und etwas Salz an, bestreicht die Kuchen mit der
abgenommenen Krebsbutter, streicht von der Fülle darüber, rollt die Kuchen
wie Schnecken zusammen, bestreicht eine Platte oder Potageblech mit Krebsbutter,
setzt die Schnecken darein, gießt von der durchgepreßten Milch bis halb
an die Schnecken, setzt sie auf Kohlen, und einen Deckel mit Kohlen darauf, oder
stellt sie in eines Bäckers Ofen. Die übrige siedende Milch wird mit 3
Eigelb abgezogen, und ehe man die Struckeln auf den Tisch gibt, vollends daran gegossen.
Ein Krebs-Euter
Zu einem Euter für 8 Personen rechnet man 50 bis 60 Krebse, zieht das Gallige
lebendig davon heraus, nimmt sie nachdem gleich in einen
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