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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 108: Gemüse, Sauerampfer
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Sauerampfer-Gemüse
Der rundblätterige ist der beste, im Ermangelungsfall kann auch der andere
genommen werden. Er wird nach dem Waschen grob gehackt, ein kleiner Kochlöffel
Mehl in einem halben Vierling (4 Loth) Butter gelb geröstet, der gehackte Sauerampfer
ein wenig ausgedrückt, daß die Säure davon kommt, in dem Mehl gedämpft,
und ein halber Schoppen saurer Rahm nebst Salz und Muskaten daran getan. Ist das
Gemüse zu dick, so wird es mit Fleischbrühe verdünnt. Wenn es angerichtet
ist, besetzt man's mit verlorenen Eiern, oder auch mit Kalbsripplein. Der Sauerampfer
kann auch ganz ohne Rahm, nur mit Fleischbrühe, gekocht werden.
Durchgetriebene Grundbirnen (Kartoffeln)
Sie werden roh geschält, zu Schnitzen geschnitten, ein paar Sellerie und ein
paar Petersilienwurzeln dazu getan, und mit siedendem Wasser und einer Hand voll
Salz zugesetzt. Wenn sie weich sind, treibt man sie wie die Erbsen durch, tut das
Durchgetriebene in eine Kachel, klein geschnittene Petersilie und 2 Messerspitzen
voll Ingwer dazu. Sie müssen etwas dicker sein als durchgetriebene Erbsen,
und werden langsam auf Kohlen mit einem ziemlichen Stück Butter gekocht. Sollten
sie zu dick werden, so kann man etwas Wasser oder Fleischbrühe daran schütten.
Sobald sie ihr gehöriges Salz haben, werden sie angerichtet, mit Butter, worin
ziemlich Zwiebeln gelb geröstet sind, geschmälzt, und mit klein geschnittenem
Schnittlauch bestreut. Man gibt sie leer, oder ein Schweinsbrätlein dazu.
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