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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 56: Kleine Pasteten, Krebs-Pastetlein zur Fastenzeit
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Noch eine andere Art Krebs-Pastetlein von Butterteig
Man belegt ebenfalls kleine Formen mit Butterteig, und verfertigt ein Ragout von
Brieslein, Euterlein und Krebsschwänzen. Wenn solche, wie schon gemeldet, im
Salzwasser verweilt sind, werden sie nebst einem Loth Trüffeln oder Morchen
kleingeschnitten. (Die Trüffel werden immer zu allen Speisen zuvor im Wein
gekocht) Man läßt hierauf 3 Messerspitzen voll Mehl in einem Stücklein
Butter anziehen, dämpft alles Geschnittene darin nebst klein geschnittener
Petersilie und Muskaten, und tut ein wenig Krebs-Sauce oder Fleischbrühe und
das benötigte Salz daran. Wenn solches gekocht und wieder erkaltet ist, füllt
man die Pastetlein damit, tut einen Deckel, worin eine Öffnung ist, darüber,
verrührt ein Ei wohl mit einem Eßlöffel Krebsbutter, bestreicht
sie damit, und backt sie im Backofen gelb.
Krebs-Pastetlein zur Fastenzeit
Die Krebsbutter wird auf die schon gemeldete Art verfertigt, und wie die andere
Masse gerührt. Von einem halben Pfund Krebsbutter gibt es 18 Pastetlein. Zum
Ragout dämpft man ein paar Charlottenzwiebeln und ein wenig Petersilie in einem
guten (ziemlichen) Stück Butter, schlägt hierauf 4 Eier daran, und rührt
so lange darin, bis die Eier fest beisammen sind. Dann tut man's in eine Schüssel,
schneidet die Krebsschwänze, zu kleinen Bröckelein, eben so eine Hand
voll verwellte Morchen, tut
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