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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 54: Kleine Pasteten, gebackene Krebs-Pastetlein
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darein, und streicht noch ein wenig von der Masse darüber. Hierauf hält
man ein zubereitetes Geschirr mit kochendem Wasser fertig, stellt die Schokoladebecher
darein, daß das Wasser halb darüber geht, und setzt einen Deckel mit
Kohlen darauf, daß sie eine Farbe bekommen, das Wasser aber muß beständig
sieden, daß sie nicht wässerig, sondern in einer halben Stunde fertig
werden. Man stürzt die Pastetlein dann gleich auf eine Platte, und bringt sie
zu Tische.
Anmerkung. Wenn man keine Schokoladebecher hat, können auch obere Kaffeetassen
dazu genommen werden. Sind keine Krebse zu haben, so bestreicht man die Becher mit
frischer Butter, und macht auch die Masse davon, dann werden es statt der roten,
weiße Pastetlein. Übrigens werden diese in allem gleich jenen gemacht,
nur kann man, wenn die Weißbrote oder Wecken sehr klein sind, eines weiter
nehmen, oder auch statt der Wecken Semmeln.
Gebackene Krebs-Pastetlein
Zu einem Tische von 6 Personen werden 25 Krebse gesotten, die Schwänze nebst
der Galle herausgenommen, die Schalen mit ein wenig Butter klein gestoßen,
und in einem halben Pfund Butter gedämpft. Hierauf gießt man einen Schöpflöffel
voll Fleischbrühe oder Wasser daran, tut Muskatblüte und Salz darein,
und preßt es durch ein Tuch. Wenn es kalt ist, nimmt man die durchgepreßte
Butter ab, rührt dieselbe wohl in einer Schüssel, und 3 ganze Eier und
von 3 andern das Gelbe darein. Von 3 Weißbroten oder Kreutzerwecken wird nun
die
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