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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 567: Eingemachte Früchte und Gefrorenes, Kirschmarmelade
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Äpfel rechnet man ein Pfund Zucker, läutert denselben dünn, schäumt
ihn rein ab, tut die klein geschnittene Schale von einer Zitrone nebst dem Saft
derselben dazu, die Äpfel und für 2 Kreutzer spanischen Flor darein, deckt
sie zu, und kocht sie schnell, bis sie recht weich sind, nimmt nun den Flor wieder
heraus, verrührt sie mit einem Kochlöffel, und läßt sie so
lang auf schwachem Feuer oder starken Kohlen, bis sie zu einer dicken Marmelade
gekocht sind, welche in Gläsern oder Porzellan aufbehalten wird. Der Gebrauch
ist der nämliche wie der Quitten-Latwerge.
Zu einer Kirschmarmelade (Latwerge)
werden saure Kirschen ausgesteint. Zu 4 Pfund ausgesteinten Kirschen stößt
man ein Pfund Zucker und setzt ihn mit den Kirschen in einer Pfanne zu. Wenn es
langsam zu kochen beginnt, schäumt man's fleißig ab, kocht es so lang,
bis es dick zu werden anfängt, schneidet von einer Zitrone die Schale klein
und 6 Loth geschälte Mandeln ebenfalls länglich zart. Wenn die Masse nicht
mehr fließend ist, tut man erst das Geschnittene darein, ein halbes Loth gestoßenen
Zimt dazu, rührt es fleißig mit einem reinen hölzernen Löffel,
macht von weißem Papier eine Kapsel wie eine Anisform, bestreut solche stark
mit gesiebtem Zucker, läßt die Kirschenmasse ein wenig abkühlen,
stellt das Papier auf ein Blech, gießt die Masse darein, bringt sie in eine
Gleichheit, und trocknet sie in einem temperierten (in Ansehung der Wärme gemäßigten)
Zimmer. Alsdann
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