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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 572: Eingemachte Früchte und Gefrorenes, Himbeeressig
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preßt sie dann fest aus und läßt den Saft wieder über Nacht
stehen, damit er sich wirft. Hierauf wird der helle Saft gemessen, zu jedem Schoppen
Saft 3 Viertelpfund Zucket geläutert, nachher erst der Saft darein getan, beides
zusammen so lang gekocht und rein abgeschäumt, bis der Saft dicklich ist. Nun
läßt man ihn kalt werden und verwahrt ihn in Bouteillen (Flaschen).
Himbeeressig
So viele Maß Himbeeren, so viele Maß guten Essig gießt man daran,
bindet das Geschirr fest zu, stellt es 3 bis 4 Tage in den Keller, preßt sie
dann durch ein Tuch und läßt den Saft wieder über Nacht stehen,
daß er sich setzt. Das Helle wird in eine messingne Pfanne schoppenweise gemessen
und zu jedem Schoppen ein halbes Pfund feiner Zucker getan. Wer den Zucker sparen
will, kann auch nur anderthalb Viertelpfund Zucker auf den Schoppen Saft nehmen.
Der Zucker muß deswegen fein genommen werden, daß er keine Unreinheit
hat, und nicht geläutert werden darf, auch damit der Essig desto heller bleibt.
Wenn der Himbeeressig über das Feuer gesetzt, fleißig abgeschäumt
und so lang wie ein paar harte Eier gekocht worden ist, schüttet man ihn über
Nacht in einen reinen Hafen, legt ein Papier darüber, bis er abgekühlt
ist, gießt ihn dann in Bouteillen, pfropft sie fest zu, oder, welches noch
besser ist, verpicht sie wie fremden Wein. Auf diese Art kann der Himbeeressig 2
bis 3 Jahre aufbehalten werden, ohne die Farbe zu verlieren. Der Satz des Essigs
kann auch mit Zucker gekocht und zu
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