|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 564: Eingemachte Früchte und Gefrorenes, Aprikosen einzumachen
|
|
| |
Porzellangeschirr getan, darin gelassen, bis sie kalt sind, alsdann in Zuckergläser
eingefüllt, mit einem Wachspapier bedeckt und zugebunden.
Aprikosen einzumachen
Aprikosen, welche noch nicht ganz zeitig sind, schneidet man voneinander, läßt
sie im siedenden Wasser nur ein wenig aufstoßen, legt sie dann auf ein Tuch,
damit sie abtrocknen. So schwer die Aprikosen sind, so schwer läutert man Zucker,
legt die Aprikosen darein, kocht sie langsam wie ein paar harte Eier, legt die Früchte
mit einem silbernen Löffel in eine Porzellanschüssel, gießt den
Zucker darüber, kocht sie den andern Tag wieder etwas stärker, und macht
so 3 bis 4 Tage fort. Das letztemal nimmt man die Aprikosen pünktlich heraus,
kocht den Zucker mit etwas fein geschnittenen Zitronenschalen dick ein, tut die
Frucht in ein Glas oder Porzellangefäß, den Zucker darüber und verwahrt
sie wie andere Früchte.
Pfirsiche einzumachen
Mit diesen verfährt man ganz so wie mit den Aprikosen. Nur sind die meisten
Arten dieser Frucht allzu wässerig. Es dürfen auch keine ganz reife dazu
genommen werden.
Reineclauden einzumachen
Diese werden, wenn sie noch nicht ganz weich sind, mit den Stielen abgebrochen.
Vom Stiel schneidet man ein klein wenig ab, läßt sie gleich den Aprikosen
im siedenden Wasser aufstoßen, legt sie auf ein Tuch und trocknet sie ab.
Zu einem Pfund Reineclauden nimmt man 3 Viertelpfund
|
|
|
|
|