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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 578: Eingemachtes mit Essig, Johannisbeeren mit Essig
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stehen bleiben. Alsdann verfährt man noch einmal auf eben diese Art damit,
bindet ein Papier darüber, stupft dasselbe ein wenig mit einer Gabel, und behält
sie auf. So lange sie sich nicht in die Höhe werfen, bleiben sie immer gut.
Sobald man aber dies merkt, wird der Essig abgegossen, ein Stücklein Zucker
darein getan und stärker eingekocht, daß der Saft etwas dicker wird,
dann wieder über die Kirschen gegossen.
Die Weinkirschen können eben so gemacht und zum Rindfleisch gegeben werden.
Anmerkung. Man kann auch von den Kirschen, wenn sie abgeschnitten sind, ein Gelege
in das Einmachglas tun, eine starke Hand voll gestoßenen Zucker und das gemeldete
Gewürz darüber, dann wieder ein Gelege Kirschen, und so fort, bis das
Glas voll ist. Alsdann gießt man recht guten Weinessig kalt darüber,
bindet ein weißes Papier darüber, stupft in dieses Löcher, und destilliert
die Kirschen in der Sonne. Sie werden auf diese Art auch gut.
Johannisbeeren (Träublein) mit Essig
Man zupft die Johannisbeeren ab, tut sie in einige Zuckergläser, streut 4 Hände
voll gestoßenen Zucker darüber, schüttet guten Essig daran und läßt
sie einige Stunden stehen. Nachdem schüttet man sie in eine messingne Pfanne,
siedet sie mit einem Stücklein gebröckeltem Zimt und etlichen ganzen Nägelein,
tut die Johannisbeeren in eine Schüssel, den gesottenen Essig darüber,
läßt ihn ein paar Tage daran stehen, gießt ihn dann wieder ab,
siedet ihn, legt die Beeren darein, läßt sie mit ein paar Wällen
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