|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 579: Eingemachtes mit Essig, Dörrlitzen (Mispeln)
|
|
| |
aufkochen, schüttet sie nun in ein Geschirr, bis sie kalt sind, und behält
sie in Gläsern auf. Sie werden zum Rindfleisch aufgestellt. Zum Pfund abgezupfter
Johannisbeeren wird ein halbes Pfund Zucker genommen.
Dörrlitzen (Mispeln) in Essig
Zu 2 Pfund Dörrlitzen kocht man einen Schoppen guten Essig, ein halbes Pfund
Zucker, ein Stücklein gebröckelten Zimt und 1 Quint ganze Nägelein
zusammen, läßt den Essig ein wenig abkühlen und gießt ihn über
die Dörrlitzen. Geht der Essig nicht ganz darüber, so wird noch ein wenig
dazu genommen. Wenn es nun ein paar Tage gestanden ist, macht man den Essig wieder
siedend, läßt die Frucht ein paarmal darin aufstoßen und gießt
sie in ein beliebiges Geschirr.
Die Dörrlitzen können zum Rindfleisch, auch zu Braten gegeben werden.
Salz-Kukummern
Es werden halbgewachsene Kukummern 24 Stunden in hartes Wasser gelegt, dann herausgenommen,
mit einem Tuch sauber abgetrocknet und eine Stunde an einem luftigen Ort liegen
gelassen. Indessen nimmt man 4 bis 5 Maß Wasser, nachdem es viele oder wenige
Kukummern sind, zu jeder Maß Wasser eine starke Hand voll Salz und einen halben
Schoppen Essig, alles zusammen in ein weites Geschirr, und klopft dieses Wasser
mit einem kleinen Besen anderthalb Stunden. Es ist ein eichenes Fäßchen
dazu erforderlich, welches so gemacht sein muß,
|
|
|
|
|