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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 580: Eingemachtes mit Essig, Essig-Kukummern
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daß an dem einen Boden in der Mitte eine Öffnung ist, in welche man mit
der Hand hineinkommen kann. Wenn ein solches Fäßchen ausgebrüht
ist, tut man ein Gelege Traubenlaub, Fenchel, Weinkirschenlaub und Lorbeerblätter
hinein, ein Gelege Kukummern darauf, wieder ein solches Gelege von dem Laubwerk
darüber, abermals ein Gelege Kukummern, und fährt so fort, bis das Fäßchen
voll ist, gießt dann den geschlagenen Lack darüber, läßt es
einige Tage offen stehen und schlägt es hierauf erst fest. Das Fäßchen
muß aber alle Tage umgekehrt werden. Auf diese Art halten sich die Salzkukummern über
ein Jahr.
Essig-Kukummern
Man legt die kleinen Kukummern in frisches Wasser, reibt sie mit einem reinen Tüchlein
sauber ab, damit die kleinen schwarzen Tupfen (Flecken) wegkommen, tut sie in einen
Hafen, 3 bis 4 Hände voll Salz darüber, gießt hartes Wasser daran,
deckt sie zu, stellt sie 3 bis 4 Tage in den Keller, und rührt sie alle Tage
mit einem hölzernen Löffel um, daß das Salz recht untereinander
kommt. Alsdann gießt man sie durch einen Seiher, wenn sie recht abgelaufen,
tut man in das bestimmte Geschirr grob gestoßenen Pfeffer, ein paar Lorbeerblätter,
ein wenig Dill oder Fenchel hinein, ein starkes Gelege Kukummern darauf, und fährt
so fort, bis das Geschirr voll ist, gießt guten kalten Weinessig darüber
und bedeckt sie mit Traubenlaub, daß, wenn der Essig Schleim bekommt, derselbe
mit dem Traubenlaub abgenommen werden kann. Nun bindet man das Geschirr zu und verwahrt
es.
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