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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 43: Ochsenfleisch, italienisches Fleisch
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von dem Gewürz hineingestreut, von außen wohl eingerieben, an einen Spieß gesteckt,
mit ein paar zuvor mit Butter bestrichenen Bögen Papier umbunden und langsam
gebraten. Wenn der Braten vom Feuer angezogen ist, begießt man ihn so fleißig
als möglich mit seiner eigenen Sauce aus der Bratpfanne, worinnen noch außer
dem Wasser 2 ganze Zwiebeln, 2 Lorbeerblätter, etliche Wachholderbeeren, eine
halbe geschnittene Zitrone, und einige ganze Nägelein sein müssen. Wenn
der Braten 8 Pfund schwer ist, so muß er 3 Stunden gebraten werden. Eine halbe
Stunde vor dem Anrichten wird das Papier abgenommen, damit der Braten Farbe bekommt.
Die Hauptsache seiner Güte ist das fleißige Begießen, damit er
recht saftig wird.
Italienisches Fleisch
Ein fleischiges Stück Ochsensfleisch von 5 bis 6 Pfund, wie man's sonst auch
zu einem Boeuf à la Mode nimmt, wird wohl geklopft, mit kleinen Stücklein
Speck durchzogen, zu einem Stücklein Speck in eine Öffnung ein ganzes
Nägelein, in die andere ein Stücklein Zimt, in die dritte ein ganzer Pfefferkern
getan, und so durchaus gespickt, dann mit Salz eingerieben, in einen Topf oder in
eine Kachel gelegt, so viel Wein daran gegossen, bis er an die Hälfte des Fleisches
geht, ein passender Deckel darüber gesetzt, neben an dem Deckel noch ein mit
einem Teig bestrichenes Papier fest herum gelegt, auf Kohlen gesetzt, auf welchen
man es über Nacht dämpfen läßt, dann Morgens etwas mehr Kohlen
darunter getan, und so lange darauf gelassen, bis es recht weich ist. Dieses Fleisch
kann kalt und warm gegeben werden.
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