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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 68: Gemüse, gefülltes Weißkraut
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Gehackte in einem Viertelpfund Butter und nimmt es in eine Schüssel. Wenn der
Weck weich ist, wird er ausgedruckt und an das Gehackte nebst Salz und Muskaten
getan, dies alles rührt man mit dem Gelben von 8 Eiern an, und schlägt
das Weiße derselben zu einem Schaum; gibt es Kastanien, so kann auch ein halbes
Pfund darein geröstet und gehackt werden. Alsdann wird eine Kastrol oder sonst
ein rundes Geschirr mit Butter bestrichen, mit Semmel- oder Mutschelmehl bestreut,
das Angerührte darein gefüllt, und entweder mit Kohlen langsam gebacken,
oder in einen Backofen gesetzt. Der Kuchen darf aber nicht zu braun werden. Nun
macht man eine Buttersauce mit Petersilie und Morchen, richtet den Kuchen an, und
läßt die Sauce daran aufkochen.
Gefülltes Weißkraut
Von 2 Häuptern werden die Dorschen herausgebohrt, das Kraut wird in einem Topf
oder Hafen mit Salzwasser weich gekocht, herausgenommen, und kaltes Wasser darüber
gegossen, daß es ablaust, inzwischen aber die Fülle gemacht. Hat man übriggelassenen
Braten, so nimmt man solchen, oder ein Pfund gebratenes Schweinefleisch samt dem
Speck, weicht 2 Wecken in Wasser ein, und hackt das Fleisch nebst einer Zwiebel
und etwas Petersilie klein. Hat das Fleisch kein Fett, so wird ein Stücklein
Speck dazu genommen. Wenn es klein gehackt ist, wird der Weck dazu ausgedrückt,
und mit 6 Eiern nebst Salz, Muskaten und ein wenig Pfeffer in einer Schüssel
angerührt. Hierauf wird das Kraut auf ein Zinnplättlein, wie es in der
Größe werden soll,
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