|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 71: Gemüse, Würstlein von Weißkraut
|
|
| |
nur tut man statt der Fleischbrühe die durchgetriebene Krebsbrühe daran.
Hierauf wird es mit gebackenen Krebsen belegt, welche also gemacht werden: Wenn
die Krebse im Salzwasser gesotten sind, schält man die Schwänze, nimmt
die obere Schale ab, und schneidet die Füße und das Haar auf den Seiten
weg, das übrige von den Krebsen aber muß ganz bleiben, hierauf rührt
man einen Kochlöffel voll Mehl mit Milch an, schlägt 4 Eier darein, tut
ein wenig Salz dazu, kehrt die Krebse darin um, und hackt sie gelb im Schmalz.
Würstlein von Weißkraut
Die Krautblätter werden zuerst im Salzwasser weich gekocht, dann läßt
man solche mit kaltem Wasser wieder ablaufen, hackt ein kleines Stück übriggelassenen
Braten, etwas Petersilie, eine Zwiebel, 4 Loth frisches Rindsmark oder frischen
Speck zusammen klein, weicht einen Weck in Wasser ein, drückt ihn ans, nimmt
dann alles in eine Schüssel, verrührt in einem Stücklein Butter 3
Eier auf den Kohlen bis sie hart sind, tut sie auch nebst Salz und Muskaten zu dem
Gehackten, rührt alles untereinander, und schlägt noch 4 ganze Eier daran.
Hierauf macht man von den Krautblättern Würstlein in beliebiger Größe,
bestreicht einen breiten Stollhafen oder Kachel mit Butter, legt die Würstlein
darein, und brät sie auf beiden Seiten gelb, nachdem gießt man die Butter
davon, und gute Fleischbrühe daran. Vor dem Anrichten werden 2 Messerspitzen
voll Mehl in Butter gelb geröstet, und an die Würstlein getan. Wenn sie
wenig Sauce mehr haben, werden
|
|
|
|
|