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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 69: Gemüse, gefülltes Weißkraut
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zerblattet. Die Blätter breitet man darauf aus, legt sie dicht zusammen, und
streicht von der Fülle darüber, aber nur so groß der Boden vom Plättlein
ist, dann kommt wieder ein Gelege von Blättern darauf, aber nur so weit die
Fülle geht, denn die untern Blätter müssen über das Plättlein
herauf gehen, daß sie am Ende darüber geschlagen werden können;
hierauf wird ein Gelege Füllung darüber gestrichen, und so fortgemacht,
bis die Fülle zu Ende ist. Oben bedeckt man es wieder mit Blättern, schlägt
die untern neben herauf, und macht nun das Kraut auf Kohlen fertig. Zu diesem Ende
wird eine Kastrol oder Kachel mit Butter bestrichen, das Kraut darein umgestürzt,
ein Schöpflöffel Fleischbrühe daran gegossen, auf Kohlen gesetzt,
und ein Deckel mit Kohlen darauf getan. Es muß nur immer langsam kochen, und
unten darf ja keine starke Kohle sein. Will man 2 Holzstücken oder ein kleines
Stück frischen Speck unten in die Kachel legen, so ist man wegen des Anbrennens
sicherer. Wenn es fertig ist, muß Acht gegeben werden, daß es ganz aus
dem Geschirr kommt. Nun gießt man eine gute Butter-Sauce darüber, und
läßt es auf der Platte aufkochen. Es können Bratwürste oder
gebackene Kalbsbrieslein, auch Rippen (Koteletts) neben herum gelegt werden. Gibt
man es simpel, so verklopft man 2 bis 3 Eier, tut ein wenig süße Milch,
klein geschnittenen Schnittlauch oder Peterling (Petersilie) und ein wenig fein
geschnittenen Speck dazu, rührt es untereinander, backt einen dünnen Kuchen
(Omelette) daraus, und legt ihn auf das Kraut.
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