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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 70: Gemüse, Weißkraut mit Krebsen
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Andere Art gefülltes Weißkraut mit Krebsen und einer Kruste
Der Anfang wird wie vorgemeldet gemacht, nur siedet man 25 Krebse und hackt die
Schwänze davon in die Fülle. Mit allem andern wird wie bei der vorhergehenden
Art verfahren. Kann ein solches Kraut in einen Backofen gestellt werden, so ist
man einer Mühe überhoben. Wenn es, wie gewöhnlich, gefüllt ist,
wird es auf eine mit Butter bestrichene irdene Platte gestürzt, ein Schöpflöffel
Fleischbrühe daran gegossen, und ein Gelege Kraut darüber getan, daß man
solches, wenn es zu braun wird, abnehmen kann. Die Krebsschalen werden, wenn zuvor
die Galle herausgenommen worden ist, gestoßen, und in einem Viertelpfund Butter
abgedämpft, 2 Schöpflöffel voll gute Fleischbrühe daran gegossen,
und durch ein Haarsieb getrieben. Die Krebsbutter wird mit einem Eßlöffel
abgehoben und in eine andere Schüssel ins Wasser gestellt, daß sie halb
erkaltet. Hierauf wird ein Weißbrot oder Kreutzerweck abgerieben, und das
Innere in Milch eingeweicht. Wenn alsdann die Butter mit einem ganzen Ei und dem
Gelben von 2 anderen abgerührt ist, so wird der Weck ausgedrückt, und
daran getan. Ist es zusammen leicht gerührt, so tut man Salz und Muskaten dazu,
richtet das gefüllte Kraut auf die Platte an, worauf es zu Tische kommt, streicht
die gerührte Masse darüber, setzt entweder einen Deckel mit Kohlen darauf,
oder stellt es wieder in den Backofen. Wenn die Kruste gelb ist, so kommt eine Krebssauce
daran. Sie wird wie eine Buttersauce gemacht
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