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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 64: Kleine Pasteten, Pastetlein von Mark
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mageren Schinken mit ein wenig Petersilie, bestreut die Pastetlein stark damit,
und gibt sie auf den Tisch.
Anmerkung. Kann von übriggelassenen Lerchen, Schnepfen oder Krametsvögeln
nur etwas weniges zu der Jus genommen werden, so bekommt sie einen besseren Geschmack.
Pastetlein von Mark
Zu einem Dutzend auch etwas mehr Pastetlein reibt man 2 Kreutzerwecken auf dem Reibeisen
ab, zerschneidet has Innere, und weicht es in gute süße Milch ein. Hierauf
werden 8 Loth (ein Viertelpfund) frisches Ochsenmark verlesen, die eingeweichten
Wecken leicht ausgedruckt, und mit dem Mark klein gehackt. Dies alles tut man in
eine Schüssel, rührt es mit 6 Eigelb eine Viertelstunde, und tut Muskatblüte
und Salz dazu. Dann schlägt man das Weiße von 4 Eiern zu Schaum, rührt
denselben nebst 4 Eßlöffeln voll süßem Rahm an die Masse,
bestreicht kleine Pasteten-Mödel mit Butter, bestreut sie mit Semmel- oder
Mutschelmehl, legt dünne Blättlein von feinem Butterteig darein, füllt
von der Masse so hoch wie der Teig ein, mengt 4 Loth abgezogene (geschälte)
und grob gestoßene Mandeln, ein Stücklein geriebenes Milchbrot, ein Kaffeelöffelein
gestoßenen Zimt und eine Hand voll Zucker untereinander, streut es über
die Pastetlein, legt auf jedes ein Stücklein Butter, und backt es im Ofen gelb.
Wer gern fett ißt, kann auch etwas mehr Mark dazu nehmen.
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