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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 162: Backwerk, Punschtorte
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gehörige Farbe, so bestreicht man den ganzen Baumkuchen mit in Zimtwasser aufgelöstem
Zucker und läßt ihn hart werden. Alsdann nimmt man den Kucken vom Feuer,
schneidet den an beiden Enden befestigten Bindfaden los und zieht den Baumkuchen,
ihn mit beiden Händen umfassend, behutsam von dem Holze herunter; der Bindfaden
und das Papier löst sich alsdann sehr leicht inwendig von dem Kuchen los. Das
Feuer darf, wie schon gesagt worden, nicht zu stark sein, damit der Kuchen gehörig
durchbacke; und man tut wohl, wenn man sich bei dem Auftragen der Masse eines großen
Anrichtelöffels bedient, damit jeder Guß gleich stark werde. Dieser schöne
Kuchen hält sich wochenlang ohne an seiner Güte zu verlieren.
Getraut man sich nicht, ihn vom Holze zu bringen, ohne die Glasur zu verletzen,
so kann man ihn auch alsdann erst glasieren, wenn solches schon geschehen ist, und
in die Wärme stellen, bis der Zucker angetrocknet ist. Will man den Baumkuchen
regelmäßig zackig haben, so bestecke man ihn nach dem 3ten Gusse hin
und wieder mit kleinen Zimtstückchen; hieran hängt sich dann die Masse
und bildet die Zacken.
Punschtorte
Man macht runde Kuchen von Blätterteig nach der Schüsselgröße,
(4 bis 6 Stück,) sticht in jeden mit der Gabel einige Löcher, damit er
keine Blasen bekommt, und backt jeden einzeln ab, hernach macht man eine Creme nach
Rezept Wein-Creme zum Füllen in Backwerk, schmeckt
ihn kalt mit Rum und Zitronenzucker gut ab, bestreicht damit jeden gebackenen Kuchen,
nach der Dicke des Randes, ungefähr 1/2 Zoll hoch, auch einige mit Äpfelmus,
worunter viel Rum gerührt ist, setzt die Kuchen übereinander, den obersten
mit in Wasser und Zimt
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