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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 161: Backwerk, Baumkuchen
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weitläufig überwunden und zu dessen Befestigung oben und unten an beiden
Seiten des Kegels ein kleiner Nagel eingeschlagen. Wenn nun dieses auf bemerkte
Art vorbereitet ist, macht man folgende Masse: Man rührt 2 Pfund nach
Rezept Krafttorte mit Butter abgeklärte Butter
zu Schaum, tut 2 Pfund gestoßenen Zucker dazu, schlägt nach und nach
36 Eidotter dazu, nebst 1 Loth gestoßenen Zimt und 1/2 Loth Nelken, ein wenig
Kardamom und Muskatblüte und die abgeriebene Schale von 2 Zitronen; schlägt
die Hälfte des Eiweißes zu Schnee, und nachdem die Masse 1/2 Stunde fortwährend
gerührt worden, zieht man den Schnee darunter; zuletzt siebt man nach und nach
2 Pfund vom feinsten Weizenmehle dazu und vermischt 1 Kelchglas Rum oder Franzbranntwein
nebst 3 Gläser weißem Wein mit dem Ganzen. Wenn nun diese Masse gehörig
durchgerührt, läßt man das Baumkuchenholz bei langsamem Drehen am
Feuer heiß werden, trägt einen Guß von der beschriebenen Masse
auf, ungefähr 2 Messerrücken stark, und läßt ihn unter fortdauerndem
Wenden hochgelb backen. Im Anfange muß man die Masse mit dem Anrichtelöffel
aufstreichen, weil sie noch nicht flüssig genug ist, jedoch durch die Wärme
wird dieselbe bald gelinder; auch muß unter das Baumkuchenholz eine wohlgescheuerte
Bratpfanne von angemessener Länge gesetzt werden, damit man das Herabgeflossene
wieder zu der übrigen Masse tun kann. Ist nun, wie erwähnt, dieser erste
Guß gelbbraun, so trägt man wieder so viel als das erste Mal auf, läßt
es dieselbe Farbe nehmen, und fährt so lange fort, bis die Masse alle ist;
jedoch darf das Feuer nicht zu stark, sondern muß schwach und gleichmäßig
verteilt sein. Hat der letzte Guß die
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