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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 164: Backwerk, Wiener-Kuchen
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als der breit umgeschlagene Rand des vorigen betrug. Macht man sie auf diese Art
von mürbem, oder Linzerteig, so überziehe man dann das Ganze mit einem
festen Zuckerguß und verziere jeden Absatz, so wie die oberste Fläche,
noch insbesondere mit eingemachten Früchten und anderen Verzierungen.
Wiener-Kuchen
12 Loth abgeklärte Butter zu Schaum geschlagen, nach und nach 12 Eidotter,
1/2 Pfund klarer Zucker, abgeriebene Zitrone, und wenn man will 3/4 Pfund kleine
Rosinen, nebst 12 Eßlöffel guter Hefen, und 3/4 Pfund feines Weizenmehl
dazu gerührt, in eine mit Butter ausgestrichene Blechform geschüttet,
an einer warmen Stelle tüchtig gehen lassen, unter die Form bei dem Einstellen
auf den Dreifuß noch ein Eisenblech gelegt, damit es nicht zu scharf von unten
backt, und bei mäßiger Hitze gebacken. Es ist dieses ein sehr schöner,
nicht leicht mißratender Kuchen; ist er fertig, so kann man ihn noch mit einem
Zimteise glasieren.
Ein schöner Dickkuchen
1 Pfund recht feines ausgetrocknetes Mehl, mit 1/4 Nößel dünnen
Rahm, 6 Loth klarem Zucker, 8 bis 12 Löffeln Hefen, recht durcheinander gerührt,
in ein Brötchen geformt und aufgehen lassen; während der Zeit rührt
man 14 Loth abgeklärte Butter zu Schaum, schlägt nach und nach 10 Eidotter
dazu, tut etwas Salz, Muskat und Zitronenschale, nebst 1/2 Pfund ausgekernten großen
Rosinen und 1/2 Pfund kleinen Rosinen hinein, rührt das hoch aufgegangene Hefenstück
dazu und das zu Schnee geschlagene Weiße von 5 Eiern, füllt die Masse
in eine flache ausgestrichene Tortenform, deren Boden mit Semmelkrume bestreut
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