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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 554: Zuckerbackwerk und Konfekt, Spieß-Hut
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Spieß-Hut
Es wird ein langes Holz in der Länge eines Bratspießes gemacht und an
dies Holz eine Form wie ein kleiner Zuckerhut gedreht. Oben aber darf das Holz nur
eines Fingers lang voraussehen. Um diese Form wird ein Bogen weißes Papier
mit einem Faden gebunden und dasselbe stark mit Butter bestrichen. Zur Masse nimmt
man ein Pfund feines Mehl, eben so viel gesiebten Zucker, ein Viertelpfund zerlassene
Butter, 2 Loth Zimt und ein Quint Nägelein, beides grob gestoßen, die
Schale von einer Zitrone und 4 Loth Zitronat klein geschnitten, und rührt dies
alles mit 6 Eiern an. Weil aber der Teig etwas zu dick sein wird, so kommt ein wenig
warmer Wein dazu, dann macht man die benannte Form auf den Kohlen warm, überstreicht
solche von der angerührten Masse in einer Gleichheit, treibt sie auf den Kohlen
schnell herum, bis sie gelblich ist, übergießt sie nun wieder mit dem
Teig und macht es auf den Kohlen wieder gelb. Wenn dies zum vierten Mal so geschehen
ist, steckt man länglich geschnittene Mandeln und Zitronat darein und fährt
mit Backen der Masse und Ansteckung der Mandeln und des Zitronats so lange fort,
bis die Masse zu Ende und der Zuckerhut eine gleiche Form hat. Je zapfiger er ist,
desto besser sieht er aus. Sobald er fertig und abgekühlt ist, wird er behutsam
abgenommen, der Faden aufgeschnitten und das Papier mit dem Kochlöffelstiel
herausgezogen. Hierauf macht man von anderthalb Viertelpfund Zucker, 2 Eiweiß
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