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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 556: Zuckerbackwerk und Konfekt, Springerlein
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dick aus, bindet etwas Mehl in ein zartes Tüchlein, tupft damit die Springerleinsmodel,
legt die gewallte Seite von dem Teig auf den Model, drückt mit dem Mehltüchlein
darauf, doch nicht zu fest, sondern nur, daß die Figur in den Teig kommt,
kehrt es dann um und schneidet mit einem Messer oder dem Backrädlein die Figur
heraus. Die Bleche werden mit Butter bestrichen, mit Anis bestreut und die Springerlein
darauf gelegt. Sie können ein paar Stunden auch über Nacht auf dem Blech
liegen. Hierauf backt man sie in einem nicht mehr heißen Ofen. Sie müssen
mehr weiß als braun werden. Zu dem abgeschnittenen Teig wird immer wieder
ein Stücklein frischer genommen.
Springerlein auf andere Art mit Mandeln
Zu einem Pfund gesiebten Zucker stößt man 6 Loth geschälte Mandeln
so fein als möglich, schlägt das Weiße von 4 Eiern zu Schaum, rührt
den Zucker mit dem Schaum und dem Saft von einer halben Zitrone eine starke halbe
Stunde, dann erst die gestoßenen Mandeln dazu, wiegt ein Pfund feines Mehl,
schafft so viel davon an den Zucker, bis der Teig ganz fest ist, nimmt das übrige
Mehl auf ein Brett, würgt den Teig damit, bricht nach diesem kleine Stücke
ab, wällt sie eines starken Messerrücken dick und drückt sie gleich
den vorhergehenden aus. Ist der Teig am Ende gar zu trocken, so wird er mit etwas
Zitronensaft oder ein wenig Eischaum angefeuchtet. Von dem Pfund Mehl darf wenig
oder gar nichts übrig bleiben, denn
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