|
|
| |
Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
|
| |
Seite 551: Zuckerbackwerk und Konfekt, Zitronenschnitten
|
|
| |
schlägt das Weiße von 2 Eiern zu Schaum, rührt denselben nebst dem
Saft von einer halben Zitrone an all das obige, wällt die Masse mit etwas Zucker
eines Messerrücken dick, sticht sie mit kleinen Modeln aus, legt das Ausgestochene
auf ein mit Butter bestrichenes Blech, backt es in einem nicht mehr heißen
Ofen und macht das bei den Zimtsternen angeführte Eis oder eines von Zitronensaft
und Zucker darüber.
Zitronenschnitten
Ein Viertelpfund auch etwas mehr gesiebten Zucker und die abgeriebene Schale von
einer Zitrone rührt man zusammen mit dem Saft einer Zitrone an, daß es
in der Dicke wie ein weißes Eis wird, schneidet dann 2 Finger breite und eines
Fingers lange Schnitten von Oblaten, streicht von der angerührten Masse darauf,
legt weißes Papier auf einen warmen Ofen und die Schnitten darauf, daß sie
nur abtrocknen. Im Sommer, wo kein Ofen gefeuert wird, setzt man ein Backblech,
worunter Kohlen sind, auf einen Dreifuß. Sobald es warm ist, werden die Schnitten
darauf gelegt und langsam getrocknet.
Rote Zitronenschnitten
Zu diesen wird eben so viel oder auch etwas mehr Zucker, als zu den vorstehenden
gesiebt, eine Zitrone dazu abgerieben und dies mit ungezuckerten, Erbselens-Saft
angerührt. Bei beiden Arten Zitronenschnitten ist zu bemerken, daß der
Zucker nicht zu naß angerührt werden darf, sonst werden die Oblaten weich.
Diese Schnitten
|
|
|
|
|