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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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abgekühlt hat, weil es sich dann leichter und besser damit verbindet, und es
sonst zuweilen sehr schwer ist, die Vereinigung zu bewirken.
Wenn man gute und feine Liköre haben will, so darf man sich keines anderen,
als des französischen Weingeistes zu ihrer Bereitung bedienen. Unser inländischer,
von Fruchtbranntwein abgezogener Weingeist ist immer, mehr oder weniger, mit einem
fuselhaften Beigeschmack behaftet, der sich nicht wohl durch künstliche Mittel
benehmen läßt.
Die wesentlichen Öle oder Essenzen, deren man zur Darstellung der Liköre
bedarf, muß man beim Einkauf sorgfältig prüfen, weil sehr häufige
Unterschleife damit geschehen. Ihr Geruch ist sehr stark und deswegen werden sie
meistens mit andern Ölen vermischt und von den feinen, echten Essenzen ist
nur eine sehr kleine Dosis nötig, um ein namhaftes Quantum geruchloser Öle
wohlriechend zu machen. Wenn die Verfälschung ebenfalls mit wesentlichen Ölen
statt fand, so ist es sehr schwer sie zu entdecken; wurden aber fette Öle damit
vermischt, als zum Beispiel Haselnußöl, Mohnöl, Bucheckernöl,
Sonnenblumenöl oder Baumöl, so darf man nur etwas Weingeist darüber
gießen, wo sich das fette Öl alsbald zu Boden setzt, während der
Weingeist die ätherischen Öle auflöst. Auch des Weingeistes bedient
man sich oft zur Verfälschung der wesentlichen Öle; glaubt man, daß sie
damit vermischt sind, so darf man bloß etwas Wasser darüber gießen,
und wenn man sich nicht irrte, so wird sich bald eine milchartige Substanz bilden,
die sich von dem Öle absondert. Ist das Öl nicht mit Weingeist verfälscht,
so verändert es seine Farbe nicht, sondern zerteilt sich in kleine Bläschen,
die,
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