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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 30: Gemüse, Blattkohl
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Wasser und Salz aufgesetzt. Sobald er ziemlich gar gekocht ist, gießt man
ihn ab, drückt die Brühe rein heraus, und wiegt ihn mit dem Wiegemesser
fein; läßt ihn dann in Butter oder Fett vollends weich schmoren, tut
ein Stückchen Zucker, Semmelkrume, und Fleischbrühe daran, und läßt
ihn kurz einkochen. Beim Anrichten belegt man ihn mit kleinen in Butter und Zucker
gebratenen Kartoffeln oder abgekochten Kastanien.
Die sogenannten Kohlkeimchen oder Sprossen, welche man im Frühjahre von den
Strünken schneidet, läßt man wohl abgeputzt, unzerschnitten in Butter
weich schmoren, bestreut sie dann gleichfalls mit Semmel, tut jedoch statt des Zuckers
etwas fein geschnittene Zwiebel daran, und läßt sie mit Fleischbrühe
verdünnt, kurz einkochen.
Schnitt- oder Blattkohl
Nachdem der Kohl gewaschen und sorgfältig verlesen, rollt man die Blätter
zusammen und schneidet sie mit dem Messer; setzt sie dann auf, und schmelzt den
Kohl sobald er abgegossen, mit eingebranntem Mehle, worin etwas Zwiebeln geröstet,
und mit guter Fleischbrühe, fertig.
Spinat
Wird eben so, wie der Blaukohl bereitet, nur daß bei
dem Schmelzen der Zucker hinwegfällt. Vermengt man ihn bei dem Aufsetzen mit
einigen Händen voll Sauerampferblättern, so schmeckt er um Vieles kräftiger.
Bei dem Anrichten belegt man ihn mit hart gesottenen und in Viertel geschnittenen
Eiern oder mit Spiegel-Eiern.
Alle diese Grünkrautarten, werden zu Rind- oder
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