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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 100: Klöße, Puddings und Mehlspeisen, abgebrannter Pudding
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einige Löffel voll geschmolzene Butter, klar gewiegte Zitronenschale, Zucker,
Zimt und nach Rezept Wasserkalteschale gewaschene
kleine Rosinen und etwas Salz willkürlich darunter gerührt, bis es ein
dicker Brei wird. Dann bestreicht man die Mitte einer Serviette in dem Umfange einer
mäßigen Schüssel mit Butter, schüttet die Kloßmasse darauf,
bindet die Serviette über der Masse mit einem Bindfaden fest zusammen, doch
so, daß der im Sieden quellende Kloß noch etwas Raum zu seiner Ausbreitung
behält, taucht die vier Zipfel der Serviette in kaltes Wasser, damit sie am
Feuer nicht anbrennen, hängt den Kloß so weit in einen Topf mit kochendem
Salzwasser, daß er nicht an den Boden aufliegt, doch überall mit Wasser
bedeckt ist, (was sich am leichtesten macht, wenn man die Enden des Bindfadens,
womit der Kloß eingebunden, um den Henkel des Topfes schlingt,) und läßt
ihn eine gute Stunde kochen. Ist er fertig, so gießt man das Wasser ab, läßt
ihn noch eine Weile im Topfe hängen, und stürzt ihn, aus der Serviette
befreit, auf eine Schüssel, die breite Seite nach oben, besteckt ihn mit abgebrühten
länglich geschnittenen Mandeln, und serviert ihn mit einer Milch-, Obst- oder
Weinsauce.
Abgebrannter Pudding
9 Loth Butter werden mit einem knappen Nößel Milch in einer Kasserolle
auf das Feuer gesetzt, und wenn es bald kochen will, 9 Loth Mehl, nebst der abgeriebenen
Schale einer Zitrone, ja wenn man beliebt auch etwas klar gestoßenem Zimt
und kleinen Rosinen dazu gerührt, bis es aufgekocht hat und ein steifer Brei
geworden ist. Dann hebt man es ab, läßt die Masse erkalten, rührt
9 Eidotter und das Weiße derselben zu Schnee geschlagen hinzu,
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