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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 99: Klöße, Puddings und Mehlspeisen, Kartoffelklöße
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Ist der Teig fertig, so sticht man mit einem Löffel beliebige Klöße
davon ab, läßt sie rasch in wallendem, mäßig gesalzenem Wasser
gar sieden und gibt sie mit brauner Butter auch wohl zu gekochten Birnen oder Backobst.
Kartoffelklöße
Abgeschälte und abgekochte Kartoffeln werden, nachdem sie völlig erkaltet,
gerieben und mit Salz, geriebener Semmel, fein gewiegten Zwiebeln, und 1 bis 2 Eßlöffeln
Weizenmehl vermengt. Dann rührt man 6 bis 8 Eier (bedarf man viele Klöße,
auch nach Verhältnis mehrere) dazu, mischt wie in voriger Nummer angegeben
Speck und Semmelgriefen, oder geschmolzene Butter, darunter, knetet die Masse zu
einem Teige, dessen Weichheit oder Stärke durch die gehörige Anzahl der
Eier bestimmt wird, formt runde Klöße daraus und läßt sie
in wallendem Salzwasser gar sieden.
Man tischt sie mit brauner Butter oder Obstbrühe auf. Im letzteren Falle darf
man keine Zwiebeln hinein tun.
Arme Leute mengen die Kartoffelklöße nur mit Mehl und Milch, ja im Notfall
ganz ohne Eier ein, und schmelzen sie anstatt mit Speck oder Butter, mit frischem
Nierentalge.
Semmel-, Pudding- oder Servietten-Kloß
Zwei bis drei Groschensemmeln werden geschnitten, in so viel Milch eingeweicht,
daß sie bequem darin ausquellen können; doch nehme man ja nicht zu viel
Milch, damit die Masse nicht zu dünn wird. Die also durchzogene Semmel wird,
sobald sie weich ist, in einen Reibasch geschüttet, 6 bis 8 Eier,
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