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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 103: Klöße, Puddings und Mehlspeisen, Auflauf
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Quark (oder Hotten), 4 Eier, 4 Loth geriebene Semmeln, Salz, Muskatnuß, Zucker,
kleine Rosinen, Zimt, Zitronenschale, auch wohl einige Loth fein gestoßene
Mandeln dazu, macht breit gedrückte Klöße von der Masse, wendet
sie in Mehl um, bestreicht sie mit Ei, streut Semmelkrume darüber, und backt
sie in Butter oder Schmalz.
Ein schöner Auflauf
2 bis 3 Kochlöffel voll Butter setze in einer Kasserolle auf das Feuer, rühre,
sobald sie aufsteigt, eben so viel Löffel Mehl hinein und laß es unter
stetem Rühren aufkochen; ist es so weit, dann nimm es vom Feuer, rühre
knappe 2 Nößel gute Milch oder Sahne, 1/4 Pfund klaren Zucker, das Abgeriebene
einer Zitrone und wenn Du willst, etwas gestoßene Vanille dazu; laß es
unter beständigem Rühren zu einem Brei aufkochen, nimm ihn ab, schlage
ihn so lange bis er verkühlt, rühre sodann 8 bis 10 Eidotter, das Weiße
derselben zu Schnee gequirlt, darunter, und fülle die Masse in eine mit Butter
ausgestrichene Form und laß sie bei mäßiger Hitze eine gute halbe
Stunde in der Röhre backen. Man gibt diesen Auflauf mit Obst-, Wein- oder Vanillesauce
oder auch bloß mit klarem Zucker zu Tische.
Es ist bei allem solchem Backwerk so wie bei den Pasteten und Torten ratsam, die
Form nicht unmittelbar in die Röhre, sondern auf einen Backstein oder Dreifuß zu
stellen, weil es sonst leicht von unten zu scharf und von oben zu wenig backt. Sobald
man das Gebäck eingeschoben hat, ziehe man alles Feuer nach dem Ofenloche vor
und lege erst wenn die Kohlen fast verglühen wollen, dann und wann ein frisches
Holzstückchen nach. Hat der Ofen beim Einschieben die rechte Hitze gehabt,
welches man dadurch
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