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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 12: Kalte Schalen, Wasserkalteschale
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Wasserkalteschale
Man tut fein geriebenes Brot in eine Terrine, vermischt es mit Zucker, Zimt, kleinen
Rosinen (die man zuvor in einem Durchschlage, wie zu ihrem jedesmaligen Gebrauche
gewaschen, und zwischen einem zusammengelegten Tuche trocken gerieben hat,) fügt
noch etwas fein gewiegte Zitronenschale und Zitronensaft und -scheiben hinzu, und
verdünnt es mit Brunnen, dem man jedoch noch etwas weißen Wein beimischen
kann.
Bierkalteschale
Wird gleichfalls auf die eben erwähnte Art bereitet, nur daß man statt
des Wassers gutes ausgegorenes Bier nimmt. Auch die Bierkalteschale gewinnt an Wohlgeschmack,
wenn man sie mit etwas blankem Weine versetzt.
Kirsch-, Himbeer-, Brombeer- und Heidelbeerkaltschale
Die genannten Früchte werden auf gleiche Weise behandelt, um sie zur Kalteschale
zu verbrauchen. Man kocht sie nämlich mit etwas Wasser weich, preßt sie
durch ein Haarsieb, läßt den ausgedrückten Saft mit Zucker, worauf
eine Zitrone abgerieben, und einem Stück Zimt noch einmal aufkochen; quirlt
ihn mit einem guten Teelöffel in kaltem Wasser zerrührten Kartoffelmehl
ab, verdünnt ihn, sobald er abgekühlt, mit Wein, und richtet ihn über
Zwiebacksbrocken an.
Milchkalteschale
Koche Pfirsichblätter nebst 1 Stück Zimt in Milch; gieße die Letztere
durch, und quirle sie mit einigen Eidottern und etwas Kartoffelmehl ab; gieße
sie
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