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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 7: Suppen, Hagebutten-Suppe
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und läßt sie völlig weich kochen. Nun läßt man gehackte
feine Kräuter in Butter schwitzen, tut ein paar Löffel voll Mehl dazu
und läßt alles gut durchbraten, tut es in einen Topf, und gießt
die Taubenbrühe durch einen Durchschlag dazu. Die Mägen, Lebern, und Herzen
hackt man klein und macht davon, nebst etwas geriebenem Franzbrot, Butter und ein
paar Eiern, Klößchen, und läßt sie in der Brühe gar kochen.
Wenn die Suppe noch zu dünn sein sollte, so kann man sie mit ein paar Eidottern
und etwas Mehl abrühren und dann über die Tauben anrichten.
Hagebutten-Suppe
Die in Wasser weich gekochten Hagebutten werden klein gequirlt, durch ein Haarsieb
oder feinen Durchschlag getrieben, und mit Wein, Zucker, Zimt und Zitronenschale
aufgekocht, zuletzt aber mit einem halben Löffel in kaltem Wasser zerquirltem
Kartoffelmehl verdickt, und über gebratenen Semmelscheiben angerichtet.
Eben so bereitet man Pflaumen-, Äpfel-, Holunderbeer- und andere Obstsuppen;
will man keinen Wein daran tun, und den Suppen dennoch einen kräftigen Beigeschmack
geben, so kann man statt des Kartoffelmehles, etwas Weizenmehl in Butter braun rösten,
und mit der Suppe aufkochen lassen.
Alle übrigen Suppen, als Graupen-, Hirsen-, Reis- und andere Fleischsuppen,
desgleichen, Bier-, Wasser- und Milchsuppen, übergehe ich in der Voraussetzung:
daß ihre Zubereitung allgemein bekannt ist, mit Stillschweigen, um von dem
Eingelegten in Suppen und den kalten Schalen zu sprechen.
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