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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 9: Eingelegtes zu Suppen, Fleischklößchen
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Hirnklößchen
Ein Kalbshirn wird sauber gewaschen und abgehäutet. Ein Stück Butter von
der Größe eines Hühnereies, das man vorher zergehen und wieder erkalten
lassen, rührt man sodann mit dem Kalbshirn so lange ab, bis es gehörig
verbunden ist. Nun schlägt man 2 Eier daran, schüttet nach und nach eine
reichliche Tasse voll Milch, und so viel weißes Mehl, nebst etwas Salz und
Muskatblüte hinzu, bis der Teig sich zu kleinen Klößchen bilden
läßt. Diese lege in die kochende Brühe und lasse sie eine halbe
Stunde kochen. Man kann sie auch in Butter oder Schmalz ausbacken, darf aber dann
keine Milch, sondern lauter Eier zum Einrühren nehmen.
Krebsklößchen
Man rührt mit etwas geschlagener Krebsbutter klein gehackte Krebsschwänze,
geriebenes Milchbrot, 2 Eier und 1 Dotter, 2 Löffel voll Milch, klein gehackte
Zitronenschale und Salz, zusammen; dann macht man Klößchen daraus und
siedet sie in Fleischbrühe.
Fleischklößchen
Hierzu kann man alle Reste von gekochtem oder gebratenem Fleische, ja gleich dasjenige
anwenden von dessen Brühe man die Suppe verfertigen will. Sobald das Fleisch
von allen Sehnen oder zähen Hautstückchen befreit, und mit dem Wiegmesser
ganz fein gehackt ist, tut man wohl, es noch mit etwas frisch gehacktem fettem Bratwurstfleische
oder klar gewiegtem Specke zu vermischen, mengt sodann etwas Salz, geriebene Semmel,
und zerlassene Butter dazu, rührt einige Eier, klar gewiegte Charlotten und
fein gehackte Sardellen, so wie etwas gewiegte Zitronenschale in die
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