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Neues Kochbuch - Friederike Louise Löffler - 1806. |
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Seite 76: Gemüse, Winterkohl
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bis zum Schmelzen ganz eingekocht ist, daß es nämlich keine Brühe
mehr hat, nimmt man es in eine Schüssel, rührt ein Viertelpfund zerlassene
Butter, einen halben Schoppen sauren Rahm, und 4 Eier an das Kraut, nach diesem
erst einen Hecht von anderthalb bis 2 Pfund, der zuvor im Salzwasser gesotten, und
in Stücklein gezupft werden muß, daß Haut und Gräten davon
kommen, bestreicht ein Blech dazu mit Butter, bestreut es mit Semmelmehl, füllt
das angerührte Kraut darein, reibt ein Milch- oder sonst ein mürbes Brot,
streut solches Fingerdick darauf, belegt es mit frischer Butter, und laßt
es auf Kohlen oder im Backofen langsam aufziehen. - Man kann hiezu gebackene Karpfen
auf dem Kraut herum legen, oder ein Schweinebrätlein besonders dazu aufstellen.
Anmerkung. Statt der Hechte können auch Forellen genommen werden.
Braun- oder Winterkohl
wird gestreift, sauber gewaschen, und mit siedendem Wasser zugesetzt, nur das ist
dabei zu bemerken, daß nicht zu viel in ein Geschirr kommt, daß der
Kohl grün bleibt. Wenn er also weich ins kalte Wasser gelegt, wohl ausgedrückt
und gehackt ist, so macht man Schweinen- oder Gänseschmalz, welches dazu am
besten ist, ein Viertelpfund auf 8 Personen gerechnet, in einem Stollhafen oder
einer Kachel heiß, röstet 2 Kochlöffel voll Mehl braun darin, tut
ein klein geschnittenes Zwieblein, und gleich nachher das gehackte Kraut darein,
doch darf die Zwiebel nicht braun werden. Wenn der Kohl gedämpft ist, gießt
man Fleisch-
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