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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 218: Früchte einmachen, Maiskolben
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durch, macht alles Markige rein heraus, legt die Gurken auf eine irdene Schüssel
und bestreut sie stark mit Salz. So läßt man sie eine Nacht stehen, trocknet
sie des andern Tages mit einem Tuche ab und legt sie dicht übereinander in
Glas- oder Steinbüchsen. Zwischen jede Lage streut man grob gestoßene
Pfefferkörner, Senfkörnern, Nelken, Lorbeerblätter und grob geschnittenen
Meerrettich und Charlotten. Nun siebe man Weinessig auf, gieße ihn kochend
heiß mit nötiger Vorsicht über die Gurken; *) lasse sie so 3 Tage
stehen, koche und schäume den Essig dann nochmals wie bei den Essiggurken und
verwahre sie eben so.
Gurken mit Essig und Zucker einzumachen
Man schält Gurken, die noch jung und ohne Flecken sind, schneidet sie halb
durch und macht die Kerne mit einem silbernen Löffel heraus, salzt sie ein
wenig und läßt sie einige Stunden stehen, dann trocknet man sie ab, setzt
Bieressig oder Wasser in einer Kasserolle auf, und wenn es kocht, wirft man die
Gurken hinein, läßt sie ein wenig auskochen und gießt sie durch
einen Durchschlag ab, damit das Dünne zurück bleibt. Dann kocht man Weinessig
mit Zucker nach Gutdünken, legt die Gurken schichtweise in ein Einmachglas
oder Steinbüchse und streut zwischen jede Schicht Zimt und Nelken, auch kann
man länglich geschnittene Zitronenschale dazu tun, gießt den Essig möglichst
heiß darauf und bindet, nachdem alles kalt geworden, das Gefäß mit
Blase zu.
Maiskolben oder türkischen Weizen in Essig
Wenn die Kolben wie ein kleiner Finger stark
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*) Anmerkung. Selbst Steinbüchsen springen leicht, wenn kochende Substanzen
hinein kommen; man fülle sie daher recht langsam und in kleinen Absätzen.
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