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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 216: Früchte einmachen, Salzgurken
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an allen braunen Saucen, so wie auf Brot oder Semmel gestrichen, vortrefflich.
Auch aus weichgekochten und dann ausgepreßten Möhren oder Runkelrüben
läßt sich ein ähnlicher, doch nicht so wohlschmeckender Saft bereiten.
Holunder- oder Fliedersaft
Die völlig reifen Trauben werden abgebeert, gleich dem Birnensaft durchgepreßt
und zu einem eben so starken, fast dem Muse gleichen Sirup eingekocht, der ebenso
wie jener verwahrt wird. *)
Salzgurken
Mittelgroße, schlanke, fleckenlose Gurken lege man in Brunnenwasser, damit
der daran befindliche Sand losweiche, und bürste sie gut ab. In einem reinen
und gut ausgebrühten Fasse belege man den Boden mit gewaschenem Dill und Blättern
von Sauerkirschbäumen, auch wohl etwas grüne Weinspitzen dazwischen, doch
keine Blätter, welche Schleim erzeugen. Nun legt man die Gurken schichtweise
recht dicht aneinander in das Faß, jedesmal Dill etc. dazwischen, bis es voll
ist und schlägt den Deckel des Fasses, worin ein Spundloch befindlich sein
muß, darauf. Auf 1 Eimer voll Brunnenwasser nimmt man 3 Hände voll Salz
und rührt es darin, bis es zerschmolzen. Von diesem Salzwasser gießt
man durch das in dem Deckel befindliche Spundloch daß Faß voll, bis
das Wasser 1/2 Finger hoch über den Deckel geht.
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*) Anmerkung. Alles mit Zucker oder Essig Eingemachte sehe man bisweilen nach, und
wenn es Schimmel ansetzt, so putze man es rein ab und koche es nochmals mit etwas
frischem Zucker oder Essig auf.
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