|
|
| |
Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
|
| |
Seite 215: Früchte einmachen, Birnensaft
|
|
| |
Fettscheibe darüber und verwahre es an einem kühlen trockenen Orte.
Man kann das Mus auch durchschlagen, doch wird es, wenn man die Pflaumen stampft,
schon dadurch fein. Will man probieren, ob das Mus lange genug gekocht hat, so schöpfe
man einen Löffel voll auf Papier; näßt es nicht mehr durch, so ist
es gut.
Preiselbeere einzumachen
Die abgeputzten und wohl verlesenen Beeren, schüttet man breit auf große
Tücher und läßt sie teigig werden. Dann taucht man nach Belieben
einige große Stücke Zucker in kaltes Wasser, läßt ihn einige
Augenblicke darin anziehen, wirf ihn dann in den Kessel, schüttet die Beeren
darüber und läßt sie unter fleißigem Abschäumen zur beliebigen
Dicke einkochen. Sie werden viel besser, wenn man sie gleich mit dem Zucker einkocht,
als wenn man sie später versüßt.
Birnensaft einzukochen
Süße saftreiche Birnen läßt man teigig werden, schneidet Blume
und Stiel davon, die Birnen in beliebige Stücke, und kocht sie in einem Kessel
zu Mus. Sobald sie ganz auseinander gekocht sind, was man durch fleißiges
Umrühren befördern muß, füllt man die Birnen in einen leinenen
Beutel und preßt sie durch eine Most- oder Wachspresse; den dadurch gewonnenen
Saft aber schüttet man wiederum in den von aller Unsauberkeit gereinigten Kessel
und kocht ihn darin, gleich dem Pflaumenmuse, unter stetem Rühren so lange,
bis es ein dicker Sirup wird. Diesen Sirup, der ja nicht zu dünn sein darf,
verwahrt man in Steintöpfen und bindet ihn gut zu. Er übertrifft an Wohlgeschmack
den feinsten Honig und schmeckt
|
|
|
|
|