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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 217: Früchte einmachen, Essiggurken
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So läßt man das Faß 6 bis 8 Tage stehen; zieht das Salzwasser sich
während dieser Zeit ganz in das Faß, so gießt man so lange frisches
nach, bis sich keines mehr verzehrt und die Oberfläche des Wassers mit einer
weißen Haut bedeckt ist. Diese zieht man nun ab, gießt die überstehende
Brühe hinweg, spundet das Faß fest zu, verwahrt es an einem kühlen,
nicht zu feuchten Orte und wendet es bis zum Gebrauche bisweilen um. Genau auf diese
Weise behandelt, halten sich die Gurken jahrelang.
Essiggurken
Wenn die Gurken wie ein kleiner Finger dick sind, werden sie abgebrochen, gut gewaschen
und gebürstet; dann macht man eine starke Salzsole, so daß sie ein Ei
trägt, und läßt die Gurken 24 Stunden darin liegen, nachher schüttet
man sie auf ein Sieb oder Durchschlag, damit das Wasser ablaufe, legt dieselben
in kleine Fässer oder Steintöpfe dicht zusammen; zwischen jede Lage streut
man einige Pfefferkörner, Nelken, Lorbeerblätter und Fenchelkörner.
Guten Weinessig kocht man auf, gießt ihn kochend heiß über die
Gurken und läßt sie so 4 bis 6 Tage stehen; dann gießt man den
Essig ab, kocht ihn nochmals auf, wobei er fleißig abgeschäumt wird;
dann zum zweiten Mal über die Gurken, bindet diese dann, sobald sie völlig
erkaltet, mit Blase zu, (die Fäßchen verspundet man,) und verwahrt sie
gleich den Salzgurken.
Senf- oder Feuergurken
Große dicke Gurken, welche völlig ausgewaschen sind, schält man;
schneidet sie der Länge nach in 4 bis 6 Streifen, und sind sie lang, noch einmal
quer
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