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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 214: Früchte einmachen, Pflaumen-Mus
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Estragonessig an Saucen und Ragouts; der Maiblumenessig aber ist sehr stärkend
und beruhigend bei Nervenkrankheiten, versteht sich jedoch nur zum äußerlichen
Einreiben, desgleichen daran zu riechen.
Der süße Himbeeressig dagegen gibt mit Wasser verwischt ein schönes
kühlendes Getränk.
Frische Kirschen und Johannisbeeren in Flaschen aufzuheben
Man füllt diese Früchte abgebeert in weithalsige Flaschen, rüttelt
sie fest hinein, überbindet die Pfropfen mit Bindfaden, setzt sie zwischen
Heu in einen Kessel, das auch den Boden desselben bedeckt, füllt den Kessel
bis an den Hals der Flaschen mit kaltem Wasser, bringt es allmählich ins Kochen,
läßt die Flaschen, ohne sie zu berühren, 1/4 Stunde kochen, dann
erkalten, nimmt sie endlich heraus, verpicht sie und verwahrt sie bis zum Gebrauch
an einem trockenen Orte.
Manche heben diese Flaschen auch ungekocht, doch gut verpicht, daß keine Luft
eindringen kann, auf.
Pflaumen-Mus
Man kerne die Pflaumen aus, stampfe sie in einem breiten hölzernen Gefäß mit
einem Stoßeisen klein, schütte sie dann in den Kessel, lasse sie unter
beständigem Rühren bei mäßigem Feuer so lange kochen, bis alles
Wässerige verdunstet und nur ein steifes Mus noch übrig ist, tue, wenn
es bald gut ist, etwas gestoßenen Zimt und Nelken hinein, ja wohl noch etwas
früher, einige reife grüne Nüsse, schütte es in Steintöpfe,
setze sie 1/4 Stunde in den Backofen, damit sie oben eine Rinde bekommen, oder gieße,
wenn sich das Mus lange halten soll, eine Wachs- oder
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