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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 213: Früchte einmachen, Himbeer-Essig
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hinzu und pflückt etwas Zimt und Nelken daran, was den Beeren einen angenehmen
Geschmack gibt.
Himbeer-Essig mit Zucker
7 Nößel Himbeere tut man in einen Asch, zerdrückt sie mit der Reibekeule,
und gießt 2 Maß Weinessig darauf; läßt es über Nacht
stehen, preßt es dann durch ein Tuch und läßt es wieder stehen,
damit sich alles Unreine zu Boden setzt. Endlich taucht man 1 Pfund Zucker in kaltes
Wasser, läßt ihn unter fleißigem Abschäumen 20 bis 25 Minuten
mit dem Essig kochen, läßt den letzteren in einem irdenen Gefäß erkalten
und verwahrt ihn in Bouteillen (Flaschen).
Ordinärer Himbeer-, Veilchen-, Maiblumen- und Estragon-Essig *)
Die frischen Himbeeren, die ohne das Gelbe oder Grüne der Blüten ausgerupften
blauen Veilchenblätter, von den Stielen abgerupften Maiglöckchen oder
Estragonblätter, werden in gläserne Bouteillen (Flaschen) bis zur Hälfte
derselben gefüllt, (Veilchen können es weniger sein,) schönen echten
Weinessig darauf gegossen, leicht zugepfropft und so lange in der Sonne destilliert,
bis der Essig die Farbe des Stoffes angezogen hat und dieser völlig entkräftet
ist. Dann durch Löschpapier oder ein feines Tuch filtriert, fest verpfropft
und aufbewahrt.
Der Himbeer- und Veilchenessig schmecken sehr schön zu kalten Fleisch- und
Fischspeisen, der
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*) Will man den Estragonessig besonders pikant machen, so vermische man die Blätter,
bevor man sie zum Infundieren (Eingießen) in die Flaschen füllt, mit
etwas Thymian, Zitronenschale, klein geschnittenen Lorbeerblättern, Muskatblumen
und ein wenig Knoblauch.
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