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Kochbuch - Wilhelmine v. Sydow - 1834. |
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Seite 219: Früchte einmachen, Perlzwiebeln einzumachen
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sind, bricht man sie aus, putzt sie ab, läßt sie in kochendem Salzwasser
ein Mal aufsieden, auf einem Siede wieder ablaufen und macht sie dann wie Essiggurken
ein.
Nasturzienkerne, als deutsche Kapern
Wenn die Kerne halb ausgewachsen sind, kocht man sie in Salzwasser einmal auf, gießt
sie ab und macht sie, wenn sie trocken sind, gleichfalls mit Essig ein. Man gebraucht
sie, samt diesem Essig an Saucen und vermischte Salate.
Perlzwiebeln einzumachen
Man reinigt und wäscht die Zwiebeln, bestreut sie mit Salz und läßt
sie eine Nacht stehen. Am anderen Tage reibt man sie stark mit einem Tuche ab, wodurch
die feine Schale losgeht; was dann noch sitzen bleibt, putze man mit einem Messer
ab. Nun lasse man die Zwiebelchen ein paar Mal in lindem Salzwasser aufwallen, bis
sie sich ziemlich weich stechen, lasse sie dann rein auf einem Durchschlage ablaufen
und schütte sie breit, daß sie abtrocknen. Indes koche man Weinessig
mit Pfeffer, Nelken, Lorbeerblättern und Neugewürzkörnern auf; lasse
die Zwiebeln noch einmal darin aufwallen, in einer irdenen Schüssel erkalten
und fülle sie dann in die Einmachbüchsen.
Viele lassen die Perlzwiebeln nicht erst in Wasser, sondern gleich mit dem Essig
aufkochen, doch macht sie dieses leicht hart. Lieber koche man den Essig, wenn sie
6 bis 8 Tage eingemacht sind, noch einmal auf.
Diese feinste aller Zwiebelarten ist gleichfalls an Saucen und Salaten sehr zu empfehlen;
kann auch gleich eingemacht in Assietten aufgetragen werden.
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